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Grippeschutzimpfung

Die Grippeschutzimpfung – umfassender Schutz vor Influenza

Grippeschutzimpfung als VorsorgeJedes Jahr leiden unzählige Menschen in Deutschland an der sogenannten "echten Grippe". Die durch das Influenza-Virus ausgelöste Infektionskrankheit ist dabei nicht mit der umgangssprachlichen Grippe zu verwechseln. Anders als eine gewöhnliche Erkältung ist Influenza nicht ungefährlich. Diese schwere Krankheit setzt unangekündigt mit schweren Symptomen ein und kann unter bestimmten Voraussetzungen auch tödlich verlaufen. Gleichzeitig ist die Wahrscheinlichkeit an Influenza zu erkranken insbesondere für die Risikogruppen sehr hoch. Aus diesem Grund sollten sich vor allem Personen der Risikogruppen noch vor der nächsten Grippesaison eine Grippeimpfung verabreichen lassen.

Ist die Grippeschutzimpfung notwendig?

Bei Influenza handelt es sich um eine sehr schwere Infektionskrankheit, die eine große Belastung für den Körper darstellt. In der Regel kündigt sich diese Erkrankung im Gegensatz zu einer gewöhnlichen Erkältung nicht durch leichte Beschwerden langsam an, sondern setzt sofort mit schwerem Husten, Fieber und starken Schmerzen ein. Selbst bei einem starken Immunsystem bedeutet Influenza stets mindestens eine volle Woche Bettruhe. Kritisch wird die Situation jedoch, wenn das Immunsystem aufgrund einer vorherigen Krankheit oder dem Alter bereits angeschlagen ist. Auch bei Kindern ist das Immunsystem oftmals nicht stark genug, um die Viren allein bekämpfen zu können. Die Krankheit hat dadurch bei einigen Menschen wesentlich schwerwiegendere gesundheitliche Folgen. Die Krankheit kann den Körper dabei sehr stark schwächen und sogar tödlich verlaufen. Jedes Jahr sterben allein in Deutschland zwischen 8.000 und 11.000 Menschen durch dieses Virus. Aus diesem Grund ist es vor allem für Menschen aus den Risikogruppen notwendig, sich eine Grippeimpfung verabreichen zu lassen und dadurch einen Grippeschutz aufzubauen.

Für welche Risikogruppen ist die Grippeimpfung besonders wichtig?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) beschäftigt sich deshalb intensiv mit dem Krankheitsbild des grippalen Infekts und untersucht, welche Personengruppen stark unter dieser Krankheit leiden. Bei der STIKO handelt es sich um ein unabhängiges Expertenteam am Robert-Koch-Institut (RKI). Dieses besteht in der Regel aus zwölf bis 18 Experten und Expertinnen, die auf Grundlage der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse aktualisierte Impfempfehlungen erarbeiten.

Die STIKO rät dabei insbesondere Personen im Alter von über 60 Jahren dringend zu dieser Impfung. Gemäß zahlreicher wissenschaftlicher Erhebungen wird das körpereigene Immunsystem mit zunehmendem Alter immer anfälliger für Krankheiten. Spätestens ab einem Alter von 60 Jahren ist das Immunsystem dadurch so stark geschwächt, dass der Krankheitsverlauf eines grippalen Infekts schwerwiegende Folgen haben kann. Darüber hinaus empfiehlt das Expertenteam des RKI ebenfalls allen Menschen mit einer chronischen Erkrankung, einen Grippeschutz aufzubauen. Das Immunsystem dieser Menschen ist aufgrund der ständigen Belastung durch die chronische Erkrankung ebenfalls so stark geschwächt, dass es die Viren des grippalen Effekts unter Umständen nicht effektiv bekämpfen kann.

Grundsätzlich sollten daher sämtliche Menschen mit einem schwachen Immunsystem eine Impfung durchführen lassen. Insbesondere für Säuglinge und Kleinkinder stellt diese Krankheit eine sehr große Gefahr dar. Das Immunsystem der Kinder hat sich noch nicht ausreichend entwickelt, um einen so schweren Virus bekämpfen zu können. Hierbei sollten laut STIKO vor allem auch jene Kinder geschützt werden, die noch nicht geboren wurden. Aus diesem Grund empfiehlt das Expertenteam des RKI jeder schwangeren Frau ab dem dritten Monat, einen vorsorglichen Grippeschutz aufzubauen.

Des Weiteren hat die STIKO des RKI ebenfalls mehrfach bestätigt, dass eine Grippeimpfung für alle Menschen notwendig ist, die täglich mit vielen anderen Personen in Kontakt kommen. Diese Empfehlung ist unabhängig vom gesundheitlichen Zustand der Personen sowie deren Alter. Die Grippeschutzimpfung sollte von diesen Personen sowohl zu ihrem eigenen Schutz als auch zum Schutz anderer Menschen durchgeführt werden. Gefährdet sind hierbei vor allem Menschen, die in Kliniken, Altersheimen oder Arztpraxen arbeiten. Weiterhin sollten sich insbesondere Erzieher und Lehrer eine Grippeschutzimpfung verabreichen lassen, um keine Gefährdung für die zu betreuenden Kinder darzustellen.

Die Kosten der Grippeschutzimpfung werden von der Krankenkasse übernommen

Da diese Impfung für die Risikogruppen notwendig ist und eine wirkungsvolle Methode darstellt, um sich und andere Menschen vor dem Influenza-Virus zu schützen, werden die gesamten Kosten für den Impfschutz von der BKK übernommen. Für alle Personen, die zu den bereits beschriebenen Risikogruppen gehören und gesetzlich von der BKK versichert sind, entstehen durch den Aufbau des Impfschutzes daher keinerlei Kosten. Aber auch die meisten Menschen ohne eine Krankenversicherung bei der BKK können von diesem Impfschutz profitieren, ohne dafür Kosten übernehmen zu müssen. In der Regel gelten auch bei den privaten Krankenversicherungen ähnliche Regelungen. Hierbei lohnt es sich jedoch in jedem Fall, im Vorfeld den Kontakt mit dem eigenen Versicherer zu suchen, um keine unerwartete Überraschung zu erleben. In einigen Fällen kommt sogar der Arbeitgeber für die Kosten des Impfschutzes auf, wenn diese nicht von der BKK übernommen werden.

Wie wirkt die Grippeschutzimpfung?

Bei der Grippeimpfung wird den Patienten ein Lebendimpfstoff injiziert. Die Krankheitserreger in diesem Lebendimpfstoff wurden jedoch sehr stark abgeschwächt, wodurch diese nicht in der Lage sind, eine Erkrankung beim Patienten auszulösen. Dennoch handelt es sich dabei um funktionsfähige Keime, die den Körper dazu veranlassen, eigene Abwehrstoffe gegen den Krankheitserreger zu bilden und im Falle einer tatsächlichen Infektion vorbereitet zu sein. Aus diesem Grund kann es bei der Verabreichung der abgeschwächten Krankheitserreger zu leichten Reaktionen und Nebenwirkungen kommen. In der Regel löst der Lebendimpfstoff jedoch lediglich eine leichte Rötung um die Injektionsstelle aus und führt zu einer leichten Schwellung. Darüber hinaus sind auch leichte Schmerzen an der Einstichstelle ein häufiges Phänomen, das jedoch innerhalb kürzester Zeit wieder von selbst verschwindet. Im schlimmsten Fall können durch die Grippeschutzimpfung Symptome einer leichten Erkältung auftreten. Diese klingen jedoch in der Regel bereits nach zwei bis drei Tagen wieder ab.

Wie hoch sind die Impfquoten derzeit in Deutschland?

Obwohl die Kosten für den Aufbau des Impfschutzes in der Regel von der BKK übernommen werden und es sich hierbei um eine notwendige Impfung handelt, lassen sich noch immer viel zu wenige Menschen in Deutschland gegen Grippe impfen. Die Erhebung der Impfquoten stellt in Deutschland eine große Herausforderung dar. Aufgrund fehlender Impfregister ist es Wissenschaftlern und Experten nur möglich, durch Befragungen und Abrechnungsdaten die grobe Höhe der Impfquoten zu schätzen. Dennoch haben die Erhebungen ergeben, dass sich gerade einmal 30 % aller Deutschen und 27 % aller erwachsenen Deutschen gegen diese Krankheit impfen lassen. Auch eine direkte Analyse der Risikogruppen kam zu dem Ergebnis, dass nur die wenigsten von dieser notwendigen Maßnahme Gebrauch machen und dadurch Ihre eigene Gesundheit schützen. Obwohl die Grippe für Menschen im Alter von über 60 Jahren tödlich verlaufen kann, lassen sich nur 49 % aller Deutschen im Alter von über 60 Jahren gegen diese Krankheit impfen. Trotz Notwendigkeit lassen sich weiterhin gerade einmal 40 % aller Menschen mit einer chronischen Erkrankung und einem dadurch geschwächten Immunsystem impfen. Aufgrund dieser erschreckenden Tendenz ließ das Bundesministerium für Gesundheit eine geförderte Studie durchführen, um zu erheben, wie viele schwangere Frauen ihr Kind durch den Aufbau des Grippeschutzes vor dieser gefährlichen Krankheit schützen. Die Studie ergab, dass lediglich 23 % der schwangeren Frauen diesen notwendigen Impfschutz nutzen.
Die Grippeimpfung dient jedoch nicht nur Ihrem eigenen Schutz, sondern ebenfalls dem Schutz Ihrer Kinder und vieler anderer Menschen. Nehmen Sie deshalb Kontakt mit uns auf und lassen Sie sich in einem persönlichen Gespräch mit uns über den Impfschutz beraten.

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