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Trainingspuls

Der Trainingspuls – die optimale Herzfrequenz beim Sport

Trainingspuls für optimales Traing regelmäßig messenIn den vergangenen Jahren wurde dem Trainingspuls eine immer größere Bedeutung bei der sportlichen Betätigung zugemessen. Für viele Sportler ist heute ein effektives Training ohne die Bestimmung der eigenen Herzfrequenz nicht mehr vorstellbar. Sie gibt nicht nur Auskunft über die Leistungsfähigkeit des Sportlers, sondern erlaubt diesem auch, die sportliche Belastung zu optimieren, zielgerichtet und effektiv zu trainieren. Für Menschen mit vorbestehenden Herzerkrankungen ist die Kentnis ihres Trainingpulses von besonderer Bedeutung. Im besten Fall trainieren sie ineffektiv, im schlechtesten Fall kann es zu Gefährung kommen, z.,B. durch Auftreten von lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen oder auch eines Herzinfarktes.

Sowohl Leistungssportler als auch Anfänger gestalten heute ihre Trainingspläne vorrangig auch nach den gemessenen Pulswerten. Neben der Herzfrequenz sollte natürlich auch das Alter, der allgemeine Gesundheitszustand und der Trainingsumfang beachtet werden, um das eigene Training zu optimieren.

Was ist der Trainingspuls?

Als Puls wird die Häufigkeit bezeichnet, in der das Herz pro Minuten schlägt. Er wird stets in Schlägen pro Minute angegeben und lässt unter anderem darauf schließen, welche Trainingsintensität die besten Ergebnisse hervorruft. Aus diesem Grund ist er für die Sportmedizin von entscheidender Bedeutung. Die alltägliche Herzfrequenz wird als Ruhepuls bezeichnet. Dieser gibt an, wie schnell das Herz bei normaler körperlicher Betätigung schlägt. Die meisten Menschen erreichen einen Wert von 60 bis 80 Schlägen pro Minute.

Bei intensiver sportlicher Betätigung ist die Frequenz, in der das Herz schlägt, deutlich erhöht. Da die Pulsfrequenz jedoch neben individuellen Faktoren hauptsächlich von der zu erbringenden Leistung abhängig ist, unterscheiden sich die durchschnittlichen Puls-Werte in jeder Sportart. Die Trainingspulsfrequenz ist jedoch deutlich höher als der Ruhepuls.

In den vergangenen Jahren wurde mehrfach bestätigt, dass in bestimmten Pulsfrequenzbereichen ein besonders hoher Trainingserfolg verzeichnet werden kann. Deshalb sollte diese Pulszone weder zu stark unter- noch überschritten werden. Für die Bestimmung des optimalen Pulsbereichs wird jedoch der individuelle Maximalpuls benötigt.

Wie wird der Maximalpuls ermittelt?

Selbst ein Hochleistungssportler kann keinen Marathon abschließen oder einen wichtigen Wettkampf gewinnen, wenn er nicht auf seine Pulsfrequenz achtet. Für die Optimierung der Trainingspläne ist es daher entscheidend, den eigenen Maximalpuls zu kennen. Dieser gibt an, welche Pulsfrequenz bei höchster körperlicher Anstrengung zu erreichen ist. Sie ist von zahlreichen unterschiedlichen Faktoren abhängig und lässt sich daher nicht leicht bestimmen.

Grundsätzlich ist die Pulsfrequenz stets von dem Alter, dem Gewicht und der Größe einer Person abhängig. Darüber hinaus spielt natürlich auch der aktuelle Trainingsstatus eine große Rolle. Obwohl sich viele Menschen vor allem als Individuen betrachten, gibt es eine allgemeingültige Formel, mit der für jeden Menschen die maximale Pulsfrequenz näherungsweise ermittelt werden kann. Für eine exakte Bestimmung sind jedoch medizinische Untersuchungen notwendig.

Die grobe Faustformel

Wer seine optimale Pulsfrequenz nicht genau berechnen, sondern nur eine grobe Richtlinie bestimmen will, kann eine einfache Faustformel benutzen. Diese berücksichtigt jedoch nur das Alter und sollte daher lediglich als Orientierungshilfe betrachtet werden. Ziehen Sie für diese Rechnung einfach von der Zahl 208 das Produkt aus Ihrem Lebensalter in Jahren und dem Faktor 0,7 ab.

Eine Frau im Alter von 30 Jahren zieht daher von 208 insgesamt 21 ab und erhält einen geschätzten Maximalwert von 187 Pulsschlägen pro Minute. Für einen deutlich genaueren Wert muss jedoch sowohl das Geschlecht als auch das Körpergewicht einer Person berücksichtigt werden.

Die Sally-Edwards-Formel

Aus diesem Grund wurde vor einigen Jahren die Sally-Edwards-Formel entwickelt. Diese ermöglicht eine wesentlich exaktere Schätzung des eigenen Maximalpulswertes. Sie bezieht sowohl das Geschlecht als auch das Lebensalter und das Körpergewicht mit ein und ermittelt so einen geringfügig anderen Wert als die Faustformel.

Für die Berechnung des Maximalpulswertes eines Mannes muss von dem Grundwert 214 sowohl die Hälfte des Lebensalters in Jahren als auch das 0,11-fache des Körpergewichts in Kilogramm abgezogen werden. Frauen nutzen die gleiche Formel mit dem Grundwert 210. Daraus ergibt sich, dass eine 30-jährige Frau mit einem Gewicht von 65 Kilogramm höchstens eine Pulsfrequenz von 187,85 Schlägen pro Minute erreichen kann. Ein Mann im gleichen Alter kann mit 65 Kilogramm hingegen von maximal 191,85 Schlägen ausgehen.

Ebenso wie bei der groben Faustregel handelt es sich auch bei dieser Formel lediglich um eine Näherung. Sie geht von einem in jeder Hinsicht gesunden und bestens trainierten Menschen aus. Bei hohem Übergewicht, akuten Kreislauferkrankungen oder chronischem Bluthochdruck ist die maximale Pulsfrequenz deutlich vermindert. Auch besonders kleine oder große Menschen müssen von einem abweichenden Wert ausgehen.

Die sportmedizinische Leistungsdiagnostik

Der maximale Trainingspuls kann mit diesen Methoden jedoch nicht eindeutig bestimmt werden. Selbst bei gesunden und trainierten Menschen mit durchschnittlicher Statur ergeben sie nur eine grobe Orientierungshilfe. Wenn Sie Ihre Trainingspläne optimieren wollen, sollten Sie hingegen eine sportmedizinische Leistungsdiagnostik nutzen. Diese wird lediglich von erfahrenen Fachärzten angeboten. Sie ist jedoch dringend erforderlich, um die eigenen Trainingserfolge optimal zu steigern. Vereinbaren Sie deshalb noch heute ein individuelles Beratungsgespräch, wenn Sie sich für eine Leistungsdiagnostik interessieren. In unserer Praxis erhalten Sie zuverlässige Werte, mit denen Sie weiterarbeiten können.

Wie kann der Maximalpuls beim Training helfen?

Die maximale Pulsfrequenz wird als Ausgangswert verwendet, um einen optimalen Trainingspuls zu ermitteln. Insgesamt werden fünf Pulszonen unterschieden, in denen Sportler von zahlreichen Vorteilen profitieren können. Diese sind geschlechtsunabhängig und berechnen sich anhand der ermittelten Maximalpulsfrequenz. Jeder Bereich wird dabei sowohl durch einen Minimal- und einen Maximalwert definiert. Aus diesem Grund werden die jeweiligen Zonen meist als Herzfrequenzzielbereiche bezeichnet. Sportler sollten daher während ihres Trainings stets den eigenen Puls im Auge behalten.

Die Gesundheitszone

Mit einem Trainingspuls in Höhe von 50 bis 60 Prozent der maximalen Pulsfrequenz befinden sich Sportler in der sogenannten Gesundheitszone. Dabei handelt es sich um eine Einstiegszone, die vor allem für Rehabilitationen und ein Regenerationstraining geeignet ist. Die subjektive Belastung wird in diesem Bereich meist als sehr gering empfunden. Ein Training in der Gesundheitszone wird insbesondere zur Stabilisierung des Herz-Kreislauf-Systems eingesetzt.

Die Fettverbrennungszone

Sportmedizinische Studien haben jedoch ergeben, dass der Körper erst in einem höheren Herzfrequenzbereich mit der Fettverbrennung beginnt. Sobald die Pulsschläge einen Wert von 60 bis 70 Prozent der maximalen Pulsfrequenz erreicht haben, geht der Körper in den sogenannten Fettverbrennungsmodus über.

Wenn Sie mit dieser Herzfrequenz trainieren, nutzt Ihr Körper vorrangig Fettsäuren für die Bereitstellung der benötigten Energie. Dennoch führt ein Training nicht zu einer rasanten Gewichtsabnahme. Diese ist neben der sportlichen Betätigung insbesondere von der Ernährung abhängig. Geübte Sportler empfinden ein Training in der Fettverbrennungszone als leichte bis mittlere Belastung. Häufig wird sie daher mit dem Begriff Plaudertempo umschrieben.

Die aerobe Zone

Mit einer Pulsfrequenz von über 70 Prozent tritt der Körper in die aerobe Zone ein. Diese erstreckt sich bis zu einer Pulsfrequenz von bis zu 80 Prozent des maximalen Puls-Werts. Ein Training in diesem Frequenzbereich führt zu einer deutlichen Steigerung der Ausdauer. Darüber hinaus wird sowohl das Herz als auch das gesamte Atmungssystem gestärkt. Neben einer Verbesserung der aeroben Kapazität kommt es außerdem auch zu einer deutlichen Belastungssteigerung. Selbst erfahrene Sportler empfinden ein Training in diesem Bereich als anstrengend.

Die anaerobe Zone

Erreicht der Trainingspuls den Bereich von über 80 Prozent der maximalen Pulsfrequenz, so tritt er in die anaerobe Zone ein. Diese wird häufig von Leistungssportlern für das sogenannte Entwicklungstraining genutzt. Selbst erfahrene Athleten empfinden ein längeres Training in dieser Pulszone als überaus anstrengend. Es verbessert jedoch den Milchsäureabbau spürbar und verschiebt die anaerobe Schwelle immer weiter nach oben. Dadurch kann künftig eine wesentlich höhere Leistung erbracht werden.

Die Warnzone

Letztlich wird die Herzfrequenzzone ab einer Pulsfrequenz von 90 Prozent oder höher als Warnzone bezeichnet. Ein Training in diesem Zustand stellt eine maximale Belastung am äußersten Leistungslimit des Menschen dar. Aus diesem Grund ist es lediglich für professionelle Hochleistungssportler geeignet und sollte auch von ihnen mit großer Vorsicht behandelt werden. Selbst wenige Minuten in diesem Zustand werden von erfahrenen Profis als hochgradig anstrengend empfunden.

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